Ein Plätzchen auf der Erde

Wer von uns Bergmenschen hat kein persönliches Plätzchen auf der Erde? Zuhause, in den Wäldern und Bergen oder ein letztes grünes Stückchen, das man vor dem Vorrücken von Neubauten und Zement verteidigt. Vielleicht realisieren wir nicht, dass wir eine sehr dringende Aufgabe haben: diese wertvollen Schätze der Natur zu beschützen. 

Es war einmal…

Immer wieder sprechen wir von unseren Vorfahren, die jedes kleinste Stück Land zum Anbau nutzten, um welch eine Delikatesse zum täglichen Mahl dazu zu gewinnen. Nun liegt es an uns diese zweckmäßigen Gewohnheiten wiederzubeleben, auch wenn der Einkauf im Supermarkt die bequemere Lösung zu sein scheint.

Der Gemüsegarten bildet seit jeher eine Oase für die Bewohner der Berge. Wir dürfen es nicht zulassen, dass das Anbauen davon ausstirbt, gerade jetzt, wo wir bemerken, dass der Überfluß bloß eine Illusion ist. Wie vergänglich diese Illusion ist, mussten wir kürzlich in Deutschland beobachten, als all die angesammelten Ressourcen in einer Nacht von den Fluten verschluckt wurden. 

 

Ernte aus Sebastian’s Gemüsegarten.

Alles wohl verdient

Das Obst und das Gemüse vom eigenen Garten sind ein Nettogewinn und es gibt keine Steuer darauf. Das macht den Verzehr noch leckerer! Nichts in diesem Leben ist umsonst und das Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt wächst auch nicht von allein. Diese frischen Lebensmittel brauchen Aufmerksamkeit, die jedoch nicht schwer ist selbst aufzubringen. Wenn man den Platz hat, braucht es dann nur etwas Zeit und Regelmäßigkeit. Dies könnte eine optimale Idee für die sein, die ihr Plätzchen auf der Erde schon gefunden haben.

Das Beste zum Schluss

Der beste Aspekt, der auch wahrscheinlich am meisten unterschätzt wird, ist, die Tatsache, dass das Betreiben eines eigenen Gemüsegartens Verpackungsmüll fast komplett ausschließt. Die einzigen Verpackungen sind die Schalen, welche entweder essbar oder höchstens zu 100% biologisch abbaubar sind.

Auf diese Weise kann jeder von uns Teil der Lösung sein und Einwegmüll reduzieren, und zugleich immer frische Lebensmittel aus den eigenen Händen auf den Tisch bringen. So gesund schmeckt Mühe und Zufriedenheit!

Das Bewusstsein über die Wichtigkeit dieser grünen Flächen widerspiegelt sich in der Einrichtung vieler Gemeinschaftsgärten in mehreren Städten Italiens. Lasst uns weite in diese Richtung schreiten und diese Botschaft an so viele Leute wie möglich verbreiten!

Settembre 18, 2021